Freundeskreis
Museum Kurhaus &
Koekkoek-Haus Kleve e.V.


Tagesexkursion: Aachen 07.05.2011

Die zweite Tagesexkursion des Freundeskreises 2011 ging am 7. Mai in die Geburtsstadt Ewald Matarés: nach Aachen. Dort standen für die Mitglieder hochkarätige Ausstellungen auf dem Programm, im Ludwig Forum „Hyper Real – Kunst und Amerika um 1970“ und im Suermondt-Ludwig Museum „Leonardo des Nordens: Joos van Cleve“. Dazwischen nutzen viele der Mitglieder den Ausflug zu einem gemütlichen Stadtrundgang mit einem Besuch des Domes und des Rathauses, um dort Matarés Fenster und Portal zu besichtigen.

Am Vormittag besuchten die Mitglieder des Freundeskreises -> „Hyper Real – Kunst und Amerika um 1970“ im Ludwig Forum, wo Ikonen der zeitgenössischen Kunst auf sie warteten. Franz Gertschs Schlüsselwerk „Medici“ war genauso zu sehen wie etwa Jeff Koons‘ „Cicciolina“. Die Ausstellung beleuchtete die Entwicklung des abstrakten Photorealismus im Kontext spezifisch amerikanischer Realitäten und zeigte gleichsam Vorläufer und Nachfolger auf. Der Weg vom abstrakten Expressionismus – als Impulsgeber des Hyperrealismus – über die Pop Art hin zur Concept Art, dem neuen Realismus oder der Photographie wurde nachvollziehbar erklärt. Im Mittelpunkt der Schau stand der „american way of life“, Motive mit vermeintlich banalem Inhalt wie Schaufensterauslagen oder Neonreklamen, deren „hyperrealistische“ Malweise irritierten und Assoziationen an Photographien weckten. 250 Kunstwerke von 100 Künstlern waren zu sehen, präsentiert innerhalb einer gänzlich neuen Ausstellungsarchitektur, die eigens durch das Designbüro „feld72“ geschaffen wurde und die Ausstellung zu einem wahren Fest der Sinne machte.

In der Ausstellung -> „Leonardo des Nordens“ machten die Freundeskreis-Mitglieder Bekanntschaft mit einem gebürtigen Klever: „Joos van der Beke“ wurde 1485 in Kleve geboren und tauchte in Urkunden erstmals in Kalkar auf, wo er als Malergeselle für Jan Joest an einem Hochaltar in St. Nicolai arbeitete. Mit knapp 20 Jahren brach er über Brügge nach Antwerpen auf, das zu seiner Wahlheimat wurde. Dort begründete er fortan als „Joos van Cleve“ die produktivste und erfolgreichste Meistermalerwerkstatt der Region. Seine Kundschaft kam aus Kirchen, Fürstenhöfen und reichen Kaufmannsfamilien aus ganz Europa, die an ihm vor allem seinen weichen Stil, die sanften Konturen und die Farbbrillanz schätzten, die ihm den Beinamen „Leonardo des Nordens“ einbrachten. Joos van Cleve, der ein Zeitgenosse Dürers und Cranachs war, wurde in der Schau in Aachen zum ersten Mal umfassend monographisch gewürdigt. Präsentiert wurden rund sechzig Leihgaben, u.a. von der National Gallery of Art in Washington oder dem Louvre in Paris, die die Ausstellung zu einem Erlebnis und zu einem Pflichttermin für jeden Klever machten.

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Die Freunde bei der Führung durch "Hyper Real" im Ludwig Forum
Freundeskreis-Mitglieder auf den Sofas des Künstlers Matti Braun, im Ludwig Forum
Blick auf den Aachener Dom, in dem sich die Glasfenster von Ewald Mataré befinden ...
... und die Fenster von Mataré noch einmal aus der Nähe.
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