Freundeskreis
Museum Kurhaus &
Koekkoek-Haus Kleve e.V.


Zahlreiche Leihgaben des Museums / Freundeskreises zur Bauhaus-Ausstellung im Hetjens, Düsseldorf

Zahlreiche Leihgaben des Museum Kurhaus Kleve / Freundeskreises Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e.V. aus der Sammlung Werner Steinecke werden ab 17. Februar 2019 in der Ausstellung „Wechselwirkungen – Meister und Gesellen des Bauhauses zwischen Werkstatt und Industrie“ bis 12. Mai 2019 im Hetjens – Deutsches Keramikmuseum in Düsseldorf zu sehen sein. 

Die Ausstellung, die den großen Einfluss des Bauhaus-Designs auf nachfolgende Keramiker und Manufakturen zeigt, ist Teil des diesjährigen großen Verbundprojektes „100 Jahre Bauhaus im Westen“. Das Museum Kurhaus Kleve und sein Freundeskreis freuen sich, dass es mit seinen Leihgaben Teil dieses großen Verbundprojektes ist und somit beispielsweise fünf Monate lang in einem Kinowerbespot in ausgewählten Arthouse-Kinos in NRW vertreten sein wird. 

Große Namen wie Gerhard Marcks, Otto Lindig, Theodor Bogler oder Marguerite Friedlaender-Wildenhain sind mit den beiden Bauhaus-Werkstätten in Dornburg a.d. Saale verbunden, die wie kaum eine andere keramische Ausbildungsstätte des 20. Jahrhunderts auf die Keramikkunst gewirkt hat. Ästhetisch anspruchsvolle Entwürfe, die in einer seriellen Produktion hergestellt werden konnten, sind zum Markenzeichen der Bauhäusler werden.

Das Hetjens – Deutsches Keramikmuseum zeigt anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums eine Sonderausstellung, die Wechselwirkungen von Meistern und Gesellen innerhalb der Werkstatt im Spannungsfeld mit der keramischen Industrie thematisiert.

Der Thüringer Töpfer Max Krehan sorgte für die technische Ausbildung in der Tonaufbereitung und an der Drehscheibe. Die harte körperliche Arbeit brachte die Schüler nicht selten an ihre Grenzen.

Der Bildhauer Gerhard Marcks war für die künstlerische Ausbildung zuständig und hatte bereits gute Kontakte zur Keramikindustrie, wie den Manufakturen Velten-Vordamm und Meissen, für die er bereits vor seiner Lehrtätigkeit in Weimar Entwürfe fertigte. Marcks ermutigte gezielt seine Schüler zur Zusammenarbeit mit der Industrie.

Theodor Bogler arbeitete während und nach seiner Ausbildung für die Manufaktur in Velten-Vordamm, während Marguerite Friedlaender als Leiterin der Porzellanwerkstatt auf Burg Giebichenstein sehr erfolgreich für die Staatliche Porzellanmanufaktur Berlin Entwürfe fertigte.

Marguerite Friedlaender entschied sich nach einem Berufsverbot und der Diffamierung durch die Nazis zur Emigration nach Holland und später in die USA.

-> Weitere Informationen zu „100 Jahre Bauhaus“.  

-> Link zur Website des Hetjens – Deutsches Keramikmuseum.

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Ursula Fesca für Wächtersbach, Deckeldose, 1930
Marguerite Friedlaender-Wildenhain für Putten, Schale, 1934-38
Eva Stricker-Zeisel für Schramberg, Teegeschirr, 1929
Theodor Bogler für Velten Vordamm, Typensatz von Vorratsbehältern, um 1930
Eva Stricker-Zeisel für Schramberg, Tablett mit Likörflasche, 1931
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